Finnenempfehlung vom SUPer-Bartl

 

 

deutsche Version findest du hier:       english version below the german text...

Hallo liebe Leute, liebe Grüsse aus der endlich mal leicht verregneten Südsteiermark, hier ist der SUPer- Bartl mit einer aktuellen Finnenempfehlung.

Wer hat beim Paddeln nicht mal irgendeinen Schmutz in der Finne hängen gehabt, der das Paddeln stark beeinträchtigt und auch meist nur mühsam abgeht? Seit ich bei einem Race im Herbst kurz vor dem Ziel wegen einem Haufen Schilf in der Finne meine Siegschancen vergeben habe, habe ich mir geschworen, nur mehr Finnen hineinzuschrauben in mein "Hinterteil" (vom Board natürlich), die unmöglich jegliches Gerümpel aufnehmen können.

Im Spätherbst bekam ich dann die Ninja Finne von Larry Allison in die Hände, eine mächtig grosse Seegrasfinne, die seitdem in jeglichen Bedingungen gepaddelt und getestet wurde. Danke an meinen guten Freund Abel Cathelineau, der mir diese Finne geschenkt hat..( naja..eigentlich habe ich sie mir  verdient).

Fazit:
Die Finne leistet gute Arbeit, und ist bei Flachwasser und gemäßigten Bedingungen meine absolute Lieblingsfinne. Im 14er Javelin steht sie um einige Zentimeter übers Heck, was sich aber in der Fahrleistung nicht negativ bemerkbar macht. Und.. es bleibt definitiv kein Dreck, welcher auch immer..... hängen, was für mich das Non plus Ultra beim Stand Up Paddeln bedeutet.Ich kann diese Finne wärmstens empfehlen.

Neben der Ninja von Larry Allison gibt es auch von Select eine Seegrasfinne, die aber sehr flach ausfällt. Für längere Touren ist die Select sehr gut geeignet, für Racing eher nicht, da ist sie mir zu flach und klein.
Fanatic hat auch eine abgeschrägte Finne im Programm, die mir einen guten Eindruck macht, getestet habe ich sie aber noch nicht.

Auch bei Mistral stehen die Chancen sehr gut, dass die Finne in der Powerbox frei von Seegras bleibt, da diese auch schön abgeschrägt ist.

Für Anregungen und weitere Tipps bin ich gerne offen,..einfach auf facebook posten..

 

Liebe Grüsse
Der SUPer-Bartl

 

and also in english short version:

Hello guys.. here is SUPer-Bartl writing from Styria to give you buying tips for your fin managing stand up Paddling without seagrass.

Everywhere in the world, it could happen that when you are paddling, some shit get hung on your fin stopping your acceleration. And in the worst case you have to go in the water to clean your fin. Last year i had a race, where i had to go through tons of grass and lost a good position, cause the fin held all the grass. Since this moment i only use fins, which cannot hold any shit swimming in the water. In November last year i got a Larry Allison Fin called Ninja,..thanks to my friend Abel Cathelineau, who gave me this fin. I paddle this fin in most of the conditions i have, especially in lakes and big rivers with common stream:

Fazit: 
The Ninja fin works well under different conditions. In my Naish Javelin it is longer than the boardtail, but doesnt matter, it works. And i can paddle through tons of Seagrass and mud and nothing stays on the fin,thats really great and gives you much comfort while paddling.

For longer tours sometimes in flat water passages i prefer the fin from the company select, because it is only 19 cm deep and you can paddle flat passages without problems. (i got it also from Abel...)

Fanatic and Mistral also have fins in the program, which dont hold much seagrass or other stuff, but i have not tested them, so i cant say it for sure.

 

For every comment please post a massage on facebook

 

Best regards from SUPer-Bartl

 

 

 

 

 

 

Winter SUP - stehend paddeln in der Kälte

 

Wassersport in der kalten Jahreszeit ist für viele nicht vorstellbar, so passen Wasser und kalte Temperaturen anscheinend gar nicht optimal zusammen. Was viele in unseren Breiten nicht wissen, die meisten Amateur- und Profiwassersportler, seien es Kanuten oder Ruderer betreiben ihren Sport meist über das ganze Jahr und Trainingscamps in warme Gefilde sind nur für wenige wirklich erfolgreiche Sportler leist- und finanzierbar. Aber die meisten von uns sind ja Hobbysportler.

Richtig, Stand Up Paddeln ist mit der geeigneten Ausrüstung auch für Hobbysportler bei kälteren Temperaturen durchzuführen. Sicherheitsvorkehrungen müssen aber zur eigenen Sicherheit eingehalten werden, denn schwimmen ist im kalten Wasser nur kurzfristig möglich, auch mit Neoprenanzügen.

 

Unsere Tipps fürs Paddeln in der kalten Jahreszeit

1)Verwende zu deiner eigenen Sicherheit im Winter immer eine Schwimmweste auch auf stehenden Gewässern, sie wärmt dich obendrein.

2) Du musst mit der Bekleidung, die du trägst, zu 100 Prozent schwimmen können.

3)Du musst jederzeit mit einem Sturz ins kalte Wasser rechnen und dementsprechend ausgerüstet sein. (Neopren, Paddle stuff, etc.)

4) Verlasse dich niemals auf andere. Du bist für dein Tun und Handeln zu 100 Prozent für dich selbst verantwortlich.

5)Achte darauf, dass deine Füße trocken bleiben und benütze Boards mit einem Volumen über 200 Liter, deine Füße dürfen auf keinen Fall permanent im Wasser stehen. Boards mit Mulden und Ausgleichslöchern sind nur bedingt geeignet. Suche dir Plätze, wo du trockenen Fußes ein- und aussteigen kannst, am besten Stege oder steile Ufer.

6)Verwendete Neoprenschuhe sollten zumindest 6 mm dick sein, und am besten zwei Nummern größer als normal. (ähnlich wie bei Laufschuhen). Trage Schisocken in den Neoprenschuhen.

5) Der Spätherbst ist auch die Zeit der Jäger, achte darauf und erkundige dich im Vorhinein, eine Schwimmweste ist für die Jäger meist gut sichtbar.

6) Bikehandschuhe sind zu verwenden, solange sie trocken bleiben, ansonsten verwende Neoprenhandschuhe.

7) Wärme dich gut auf vor deiner Paddelsession. 

9) Paddle auf kleinen Gewässern oder wenn nicht anders möglich, auf großen Gewässern am Rand. Bei Problemen und Wassergängen bist du somit sehr schnell am Ufer. Auf kleinen stehenden Gewässern ohne Wellengang kann man seine Füße sehr gut trocken halten.

10) Meide als Hobbysportler extreme Bedingungen und such dir ruhige windstille Tage aus in der kalten Jahreszeit.

11) Bereite für den Abschluss einen warmen natürlich alkoholfreien Tee vor. In der Thermoskanne hält Tee etwa 12 Stunden warm.

 

Die häufigsten Fragen:

Ludmilla M.: Muss ich im Winter einen langen Neoprenanzug verwenden?
Peter B: Müssen tut man sterben, sonst wenig. Ein langer Neoprenanzug ist dann geeignet, wenn die Wahrscheinlichkeit, ins Wasser zu fallen recht hoch ist, mit einem 5 mm Anzug ist man somit auf der sicheren Seite.

Jürgen H.: Gibt es Nachteile bei langem Neopren?
Peter B.: Neopren ist für Wasserkontakt ausgerichtet und atmet nicht.. Bei intensiven langen Paddeleinheiten und Trainings gibt es eindeutig besseres.Ich empfehle eine Kombi aus 5 mm Long John (ohne Ärmel), darüber dünnes Fleece und eine leichte Paddeljacke in Kombination mit einer Schwimmweste, das bietet optimale Bewegungsfreiheit und hält warm.

Sandra F.: Ziehst du so etwas an in deinem Paddeltraining?
Peter B.: Am Murstau und auf großen Gewässern verwende ich meist diese Kombi, wo ein Reinfallen am schmalen Raceboard nie ausgerschlossen werden kann. An kleinen Seen kombiniere ich den Long John mit Radtrikot und Goretex Jacke mit Schwimmweste.

Barbie. K.: Paddelst du auch bei Minusgraden und rutscht man da am Board nicht aus wegen dem Eis?
Peter B.: Ich paddle die gesamte Wintersaison durch mit Ausnahme von richtigen Hundstagen, unter minus 5 Grad hau auch ich den sogenannten Hut drauf und geh ins Hallenbad schwimmen. Wegen Ausrutschen, wenn man die Position am Board behält, bleibt dieser Bereich im Normalfall eisfrei, vorne und hinten wird es natürlich schon glatt, wenn es minus hat.

Seppi R.: Wie oft bist du schon ungewollt im Winter reingefallen beim Training?
Peter B.: Bis jetzt noch nie, aber das kommt sicher noch, also auf alle Fälle immer damit rechnen und auch dementsprechend ausgerüstet sein.

Heidi K.: Kann man auch Moonboots oder Stiefel verwenden? Ist ja sicher wärmer da drin?
Peter B.: Hohe Stiefel, Moonboots und ähnliches sind absolut lebensgefährlich und können schnell zum Ertrinken führen, also auf keinen Fall hohe Schuhe oder Stiefel verwenden.

Heidi K.: Du hattest aber auch bei deiner SUP Tour nach Belgrad normale Schuhe an, was ist da der Unterschied?
Peter B.: Bei langen Touren im Winter über mehrere Stunden im Minusbereich sind Neoprenschuhe nicht mehr geeignet. Versierte Stand Up Paddler verwenden normale Schuhe in Kombination mit einer Schwimmweste, niemals ohne; Stiefel und Moonboots sind aber auch hier tabu und sollten niemals verwendet werden!

 

Hinweis zum Autor Peter Bartl:
Diese Empfehlungen und Tipps von Peter Bartl sind ohne Gewähr. Jeder ist somit für sein eigens Risiko selbst verantwortlich.