SUP Tour in Belgrad beendet

Aus mehreren Gründen haben wir uns entschlossen, unsere Tour in Belgrad zu beenden.

Die letzte Woche unseres Trips:

Nach etwa 7 bis 8 Tagen (genau weiß ich es nicht) habe ich endlich die Möglichkeit, über Internet Bericht zu erstatten. Wir waren eine Woche nahezu transparent irgendwo zwischen Ungarn, Kroatien und Serbien unterwegs.

Nach der ersten Polizeistrafe in Barcs ging es vor rund einer Woche mitten in der Nacht halblegal weiter, und wieder standen wir kurz vor dem Abbruch, als die ungarische Polizei um 3 in der Nacht auf einmal neben unseren fertig gepackten Trolleys auftaucht und mit einer Höllengeschwindigkeit von 2 bis 3 kmh vorbeifährt, aber, warum auch immer nicht stehen bleibt. Wahrscheinlich war es ihnen zu kalt und sie wollten nichts mehr mit uns zu tun haben. So schmissen wir unsere letzten Nerven auch noch weg und begaben uns auf einem holprigen Hinterhofweg mit den Trollys richtung Drau, und langer Rede kurzer Sinn, 30 Minuten später traten wir stehend auf den Boards in finsterer Nacht die Weiterreise an mit einem spitzbübischen Grinsen im Gesicht.

Durch angeblich immer noch leicht Minenverseuchtes Gebiet fanden wir nach 3 langen Tagen unseren Weg nach Serbien, aber weit und breit keine Möglichkeit, offiziell in diesem Land einzureisen. Und an der Grenze zu Serbien sahen wir auch zum ersten Mal die Sonne auf unserem Trip, die Ruhe die Landschaft und die Tierwelt kann schon was.

Je näher man Belgrad kommt, desto mehr ähnelt die Landschaft einem großen Müllhaufen an den Rändern der Donau. Um gröbere Scherereien wegen illegaler Einreise zu vermeiden, werden wir vor Belgrad mitsamt unserem Material von jemandem abgeholt und nach Belgrad gebracht, wo wir einen folgenschweren Fehler begehen, wir gehen nämlich freiwillig zur Polizei, um offiziell einzureisen, und werden sofort festgenommen. Nach mühsamen 7 Stunden auf jeder Polizeistation von Belgrad werden wir von einem Schnellrichter mit nachher hochrotem Kopf (Zitat Schnellrichter" Get immediately out of here!!!") zu jeweils 100 € Strafe oder 10 Tagen Gefängnis verurteilt. Nachdem ich meinem Partner Abel ausreden kann, die 10 Tage Gefängnis zu wählen, dürfen wir uns in Belgrad wieder frei bewegen, mittlerweile ist es halbelf abends und wir lassen das ganze mit einem kurzen Lokalbesuch ausklingen.

Am nächsten Tag gehts dann nochmals zur Polizei und danach Richtung serbische Grenze, wo wir dank 27 verschiedenen Zetteln ohne Probleme ausreisen dürfen, der Grenzbeamte ist auch Kajakfahrer, erzählt er uns.

Und nächstes Jahr kommen wir zurück, um die halbangefangene Reise am schwarzen Meer zu beenden.

 

 

 

Mittwoch 23. 11.  0.20 Uhr

Wir haben uns entschlossen, weiter zu paddeln. Nochmals kurz geschlafen und dann geht es in 3 Stunden an den Fluss, um von hier wieder ins Wasser zu kommen Richtung Osijek (Kroatien), in spätestens 3 Tagen sollten wir die Donau erreichen. Heute war Relax- und Internettag. Jetzt gehts zurück in die Wildnis.

Dienstag 22.11

Endlich habe ich wieder Internet Kontakt, um mal was zu posten. Wir sind nach wilden Tagen im tiefsten Ungarn in Barcs gestrandet, wo uns sogleich die Polizei empfangen hat....Strafe zahlen für die nicht erlaubte Befahrung der Drau...Weiterfahrt wurde uns natürlich verboten.... 20000 Forint ( sollten so um die 70 € sein). Temperaturmässig ist es gar nicht mal so kalt, sondern noch viel kälter, am Tag um die minus 3, in der Nacht um einiges frischer. Wir sind somit absolut am Limit mit allem und spielen mit dem Gedanken, das ganze für heuer abzubrechen, wir sind einfach nach zu vielen Verschiebungen zu spät gestartet. Die Gesundheit ist so mittelprächtig, Zehen noch nicht komplett abgefroren... Wir wissen aber noch nicht, was tun, sind jetzt mal einen Tag in einem Appartement nach 4 harten Nächten. Mittlerweile weiss ich, eine Tour zu planen und sie auszuführen sind zwei verschiedene Paar Schuhe...Nichtsdestotrotz ist es gerade das Aussteigen aus der Komfortzone, was einerseits absolut fokusierend wirkt, andererseits fürs Ego natürlich auch bedrohlich. Die Stille der Natur, vom Reif weisse Bäume und der breite Fluss strahlen Ruhe aus, die man wahrscheinlich im alltäglichen Leben wenig bis gar nicht findet. Heute abend entscheidet sichs: entweder Abbruch und Heimfahrt morgen früh oder halblegaler Aufbruch Richtung Beograd. Gestern waren wir das Heighlight, wie wir mit unseren Eckla Trolleys und etwa 100 Kilo Gesamtgewicht inclusive Eis durch Barcs gerollt sind. Der Trolly ist definitif nicht für 100 Kilo und mehr ausgelegt, hält aber willig durch.

SUP-Tour zum schwarzen Meer

17.11. 2011
Nach mehreren Tagen zwischen warten, verzweifeln und hoffen paddel ich heute endlich los, ganz egal was kommt, bzw. wer kommt. Mittlerweile kann ich über die Situation nur mehr lachen, und meine Familie auch. Für das Ablegen hier in Gosdorf hat sich noch Servus TV um 10 Uhr angesagt.
Angeblich steht mein Partner100 Kilometer von hier auf der Autobahn an der Raststation, weil er seine Rechnung nicht bezahlen konnte. Wie geil ist das?
Ich habe mich nun so vorbereitet, dass ich auch alleine starten kann. Ich sehe aber alleine keine realistische Möglichkeit, wirklich bis ans schwarze Meer zu kommen, vor allem von dort dann wieder zurück mit dem Board. Und ich kann mir mittlerweile nicht mehr vorstellen, gemeinsam mit Abel das durchzuziehen, der wahrscheinlich nicht mal Geld hat. Ich lass mir anscheinend viel gefallen, aber Geld gibts keines von mir einfach so.
So sieht nun der Notfallplan Paddeln bis Belgrad vor, danach führt mich ein Freund mit dem Auto an die Adriaküste bei Dubrovnik. Von dort möchte ich dann entlang der Küste nach Slowenien oder Italien paddeln. Mein Board ging gestern beim Testen mit etwa 30 Kilo Material ziemlich in die Knie, es schwimmt aber noch, also muss es klappen. Und zu meinem großen Vorhaben, wenn etwas nicht sein soll, muss man es irgendwann akzeptieren anscheinend. Ich halte euch auf dem laufenden und melde mich in spätestens in 4 Tagen mit News und Fotos vom Trip.

SUP- Tour zum schwarzen Meer

Dienstag 15. November 2011
Abel hat gerade zum zehnten Mal verschoben und hat in der Nacht in Tschechien nach den ersten paar Kilometern aufgrund von Nebel wieder umgedreht, hat er mir zumindest gesmst. Ich bin mittlerweile leicht verzweifelt, is irgendwie ein komisches Gefühl...wie angekettet und doch nicht. Mittlerweile muss ich mich schon daheim verstecken, da ich ja eigentlich schon lange weg sein sollte. Mehr als warten bleibt mir gerade nicht über, und es wird kälter und kälter... Scheißndreck...Und ich mach mir langsam echt Sorgen um die Verlässlichkeit meines Partners, sollten wir den Trip endlich starten. Ich gebe in meinen Kursen ja selbst das Wissen weiter, dass man aus schwierigen Situationen immer weit mehr lernt, als wenn es gemütlich dahin geht, aber lustig ist das gerade gar nicht, was ich aber auch nie behauptet habe,... naja bei einem selbst is dann halt schon recht blöd...Es selbst zu lehren ist einfacher als es selbst zu erfahren am eigenen Körper. Übrigens, das zweite Foto unterhalb des Textes mit der rot-weiss-roten Tafel heißt nicht Österreich sondern "Allgemeines Fahrverbot" am Fluss.

 

SUP - Tour zum schwarzen Meer

Montag 14. November
Gestern bin ich von Spielfeld die paar Kilometer nach Gosdorf (20 km)gepaddelt, ist super dahingegangen, mit Wehr umtragen war ich auf einem Schnitt knapp über 10 km/ h, und das mit Boardwechsel, bis Oberschwarza gings mim Raceboard, weiter dann mim aufblasbaren bis Gosdorf, da hier viele Untiefen und Schwälle, mein Prolog ist abgehakt. Nun heißt es warten auf Abel, der schon wieder aufgeschoben hat. Er hat die halbe Ausrüstung dabei und die Boards. Alleine zu starten wäre von vorn herein zum Scheitern verurteilt. Morgen in der Früh sollte er da sein. Es wird von Tag zu Tag kälter, und wir kommen nicht weiter, dafür habe ich heute Zeit, alles nochmals durchzugehen und optimal vorzubereiten. Morgen in der Früh weiß ich dann mehr, wann es endlich so richtig losgeht. Und...nein.. ich bin noch nicht unterwegs...ich habe auch kein Ipad, und ob wir das wirklich schaffen...keine Ahnung, ich möchte jetzt einfach nur mal lospaddeln, alles andere ist mir egal.


Start des Prologs in Graz

Samstag 12. November 2011
Den Prolog für die Schwarzmeertour starte ich bei der Hauptbrücke in Graz. Nach Fernsehterminen geht es um 11.00 Uhr vormittags los. Aufgrund der geringen Wassermenge in der Mur trifft die Wahl fürs Board auf das aufblasbare für die ersten 20 Kilometer. Ich habe viele Wehre zu überwinden und Teilpassagen zu umtragen. Der erste Tag ist irgendwie sehr intensiv, 7 Stunden, 7 Wehre und immer zumindest 120 Puls, das trainiert man auch nicht jeden Tag. Langsam macht sich die Ermüdung im Körper bemerkbar. Ich halte mich natürlich (strikt) an die Fahrverbotsschilder, kurz vor Kalsdorf hängen von einer Brücke Schwimmreifen in die Mur und auf einem riesigen Plakat steht: Vorsicht Lebensgefahr! Kraftwerksbauarbeiten, aber glücklicherweise steht hier nix von "Fahrverbot", nur Lebensgefahr heißt ja nix, ein künstliches niederes Wehr umtrage ich großräumig bei Kalsdorf.. Ich komme nach 7 Stunden oberhalb vom Wehr in Spielfeld an, es ist schon seit gut eineinhalb Stunden recht dunkel. In Spielfeld beende ich den ersten (Tor)Tourenabschnitt, und morgen gehts hier weiter bis Gosdorf, wo ich auf meinen  Partner Abel warte, der heute in der Nacht ankommen soll von Tschechien...

SUP - Tour zum schwarzen Meer

Freitag, 11. November 2011

Prolog zur Schwarzmeertour 2011
Der Prolog zur Schwarzmeertour startet morgen bei der Hauptbrücke in Graz um etwa 11.00 Uhr. Also für alle die mich anfeuern wollen, kommts vorbei. Da die Mur in Graz zur Zeit sehr wenig Wasser führt, paddle ich das erste Stück auf einem ISUP (inflatable) und wechsle nach dem Schwall in Puntigam zum langen Board. Bis Gosdorf sind es etwa 65 Kilometer, wobei die letzten wahrscheinlich in der Finsternis zurückgelegt werden müssen, ich kenne die Strecke eh gut....
Am Abend gehts dann ins Cafe Cabalo, vielleicht sogar schon mit Abel (vielleicht aber auch nicht).

ORF Steiermark hat für morgen zugesagt, Start ist um etwa 11.00 Uhr bei der Hauptbrücke. 

Der Online Bericht der "Kleinen Zeitung" ist schon "Online", kann ihn aber hier bei diesem System nicht dazuhängen, also selbst suchen...


Komplikationen noch vor dem Start

Ich warte auf Abel, der von Tschechien anreisen soll aber er kommt nicht (kommt nicht). Abel hat wieder verschoben, ist noch nicht fertig, muss anscheinend immer noch die Boards bemalen, whatever. Pressetermine stehen, ich starte morgen in Graz los, ganz egal ob mit Abel oder ohne. Nach Plan geht es dann Sonntag früh Richtung Südosten, Verschiebung auf Montag nicht ausgeschlossen. Ich halte euch auf dem laufenden. Und ich habe gelernt: "Traue keinem über 40 , und darunter schon gar nicht!"
Hätte ich größere E......, würde ich so etwas alleine machen.

SUP-Tour zum schwarzen Meer

Donnerstag 10.November, 21.00 Uhr
Neue Lage, noch eineinhalb Tage, morgen kommt mein Partner Abel mit den Boards, hat er zumindest gesagt. Dann laufen die letzten Vorbereitungen.
Morgen früh lauft wahrscheinlich ein Interview beim Martin Moser auf der Antenne.
Fix konnten sie mir es nicht sagen, aber sieht gut aus,...also früh aufstehen. Vielleicht kommt auch ein Interview auf Radio Steiermark morgen von mir, aber den Sender druck i net 3 Stund anhören. Heute war ich mit Birgit Baustädter von der KLEINEN bei einem Videodreh an der Mur, kommt auch demnächst Online.

 

 

 

Der Start und weitere Vorbereitungen

Etappe I  - vielleicht die schwierigste Etappe....

Am kommenden Samstag gehts endlich los....
Etwa70 Kilometer paddeln wir von Graz bis nach Gosdorf......
Einige Wehre sind zu überwinden von Graz bis in die Südsteiermark, wildes Wasser erwartet uns mit Stromschnellen und Untiefen... Der berüchtigte Röcksee-Schwall ist zu überwinden. Am Samstag abend gibt es ein gemütliches Sit In im Cafe Cabalo und am Sonntag früh gehts dann weiter, bis zur nächsten Mailmöglichkeit nach Barcs in Ungarn sinds dann 200 Kilometer.

SUP- Tour zum schwarzen Meer

 Projektinfos:

Abel Cathelineau und Peter Bartl paddeln etwa 2000 km auf eigens geshapten SUP Boards (16 Fuß lang, um die 5 m) von Graz nach Constanta (Schwarzmeerküste), und das in den Wintermonaten November und Dezember.
"Im Sommer kann bald einer fahrn"  Zitat Peter Bartl

 

Die Vorbereitungen:

Datum: Mittwoch, 9. November 2011
Starttermin fixiert... Juhuu!
Nach leichten Komplikationen und mehreren Startverschiebungen (z.B. Lack hat nicht am Board gehalten, Sponsorenabsprung, etc.) starten wir am Samstag den 12. November um ca. 11.30 Uhr bei der Grazer Hauptbrücke auf der Mur los zu unserem Abenteuer ans schwarze Meer.

Am Samstag abend erreichen wir meine Heimat Gosdorf, wo wir das letzte Mal für längere Zeit ordentlich übernachten und zu unserem Abschied ins CAFE Cabalo in Deutschgoritz einladen ab 20.00 Uhr.


Aufgrund mangelnder Sponsorenleistung musste kurzfristig die Firma
Bartl Erfolgstraining
als mein Hauptsponsor einspringen und die Gesamtkosten für den Stuff übernehmen, der Winter macht die Ausrüstung aufwendiger.

Danke an meinen neuen Paddelsponsor Quickblade, der noch rechtzeitig meine Elite Racepaddel geliefert hat.

 

Dienstag 8. November 2011
Ich war heute bei Antenne Steiermark und Radio Steiermark für ein Interview zur Schwarzmeertour, danach für 1000 € Ausrüstung gekauft, zahlt mein Sponsor BE-Training, ist nur das Problem, dass das meine Firma ist.